Baden
Kaiserstuhl

Leiselheim

Leiselheim wird 1155 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Nachgewiesen ist der Weinbau in Leiselheim seit 1305.

Das Gestühl wurde 1768 mit Reben bepflanzt, der Name Gestühl ist aber viel älter.

Im Mittelater befand sich hier ein bedeutender Gerichtsplatz, und es wird von den Historikern allgemein anerkannt, dass der Name Kaiserstuhl auf diesen Ort zurückzuführen ist.

Deshalb gilt für den Leiselheimer Hausberg: "Der Kaiserstuhl verdankt ihm seinen Namen". Der Leiselheimer Heimatpfad führt zum Gestühl mit dem überdimensionalen "Kaiserstuhl".

Nur rund 400 Einwohner zählt heute das malerische Winzerdorf, welches schon mehrfach beim Landeswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" ausgezeichnet wurde. Hier am nordwestlichen Rand des Kaiserstuhls genießt der Besucher einen traumhaften Blick auf die Rheinebene, die Berge des Schwarzwaldes bis nach Lahr und Offenburg und schließlich auch auf die Vogesen.

Anschauen sollte man sich unbedingt das Wahrzeichen des Ortes, den aus dem Jahre 1607 resultierenden Stockbrunnen gegenüber der Winzergenossenschaft gelegen. Auf dem im 2. Weltkrieg fast völlig zerstörten, erst 1965 wieder restaurierten Brunnen erinnert ein Reimspruch an das harte und arbeitsreiche Leben der Leiselheimer Winzer.

Unweit des Stockbrunnens erreicht man das kürzlich erst eingeweihte "Brunnenstübli". Dieses Stübli soll zum einen der Kommunikation miteinander dienen, zum andern findet der Besucher immer wechselnde Ausstellungen vor. Den Anfang machte dabei ein mega- großes Puppenhaus, sowie eine Bilderserie des Jechtinger Malers Alberto mit zahlreichen Motiven und Einblicken von Leiselheim.

Übrigens war Leiselheim im Jahre 1737 der Geburtsort des hochfürstlichen Badischen Landesbaumeisters Carl Friedrich Meerwein, der im Alter von 47 Jahren mit seiner von ihm konstruierten Flugmaschine erste erfolgreiche Flüge vollführte.